Tag-Archiv für 'demo'

Raise your voice! Your body Your choice – Fe­mi­nis­ti­sche In­hal­te auf die Stra­ße tra­gen

Demo am 22. März in Müns­ter. 11 Uhr am Bre­mer Platz (Hin­ter­aus­gang Haupt­bahn­hof)

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1000-​Kreu­ze-​Mär­sche
Jedes Jahr lau­fen fun­da­men­ta­lis­ti­sche Christ*innen durch Müns­ter. Mit wei­ßen Holz­kreu­zen be­waff­net beten sie gegen Schwan­ger­schafts­ab­brü­che, Ver­hü­tung, Sex vor der Ehe, Ho­mo­se­xua­li­tät und wo­ge­gen Men­schen fun­da­men­ta­lis­ti­scher Aus­rich­tung sonst noch so sind. Die­ser von „eu­ro­pro­li­fe“ or­ga­ni­sier­te Ge­bets­zug fin­det die­ses Jahr am 22. März statt. Auf den ers­ten Blick mag der Ge­bets­zug den Ein­druck einer skur­ri­len Ver­an­stal­tung er­we­cken. Die Kreu­ze­trä­ger*innen er­schei­nen man­chen als ge­sell­schaft­lich nicht ernst zu neh­men­de Min­der­heit. Tat­säch­lich ist die Be­we­gung, die hin­ter Ver­an­stal­tun­gen wie „1000 Kreu­ze für das Leben“ steht, aber keine ex­tre­me und iso­lier­te Rand­er­schei­nung, son­dern Teil einer brei­te­ren ge­sell­schaft­li­chen Ent­wick­lung. Die an­ti­eman­zi­pa­to­ri­schen und re­ak­tio­nä­ren In­hal­te, für die die Kreuz­trä­ger*innen auf die Stra­ße gehen, fin­den sich in ähn­li­cher Weise auch im ge­sell­schaft­li­chen und po­li­ti­schen Main­stream, in den so­ge­nann­ten bür­ger­li­chen Par­tei­en und zum Teil auch in der ex­tre­men Rech­ten.

Seit 2009 or­ga­ni­siert sich des­halb ent­schie­de­ner Wi­der­stand gegen den „1000-​Kreu­ze-​Marsch“. (mehr…)

Kritik am Aufruf zum 8. März in Berlin

Demobanner

Dieser Text ging als Mail auch an das Vorbereitungsbündnis:

Liebes Vorbereitungsbündnis der Demo am 8. März in Berlin,

erstmal finden wir es toll, dass ihr den 8. März wieder aufleben lassen wollt und ihn vor allem politisch füllen und nicht Rosen verteilen wollt.

Nachdem Trans*Frauen jahrzehntelang in vielen frauenbezogenen Zusammenhängen offensiv ausgegrenzt wurden, freuen wir uns außerdem, dass im Aufruf zum Frauenkampftag 2014 Trans* und Inter* explizit mitgenannt werden. Wir hoffen, dass dies – jenseits des Aufrufes – auch real dazu führt, dass alle Frauen willkommen sind und weder explizit ausgeschlossen noch subtil ausgegrenzt werden.

Dennoch sind wir mit eurer Frauen*-Definition sehr unzufrieden.

„Frauen* = Wir haben den Begriff »Frauen« und »Mädchen« mit Sternchen* markiert. Damit schließen wir Trans*und Inter*-Menschen explizit ein. Egal wie du aussiehst oder als was du bei der Geburt eingeordnet wurdest – unser Feminismus schließt dich ein. Wir wählen den Begriff Frauen*kampftag, um an frühere feministische Kämpfe anzuknüpfen, deren Forderungen leider immer noch nicht umgesetzt sind. Außerdem wollen wir diejenigen einschließen, die sich nicht als Frauen* verstehen, aber gleichermaßen von sexistischer Diskriminierung betroffen sind, weil sie im Alltag als Frauen* gelesen werden.“

Trans*Männer, männliche Trans*, Trans*Jungs sind KEINE Frauen – weder mit noch ohne Sternchen. Mit eurer Definition schließt ihr Menschen mit ein, die sich jahrelang gegen die Zwangseinordnung als Frau gewehrt haben und/oder es immer noch tun. Damit übergeht ihr leider jegliche Selbstverortung von Trans*menschen.

Um es deutlich zu sagen: Wir, als sich eher männlich verstehender Teil unserer Trans*vernetzung aus NRW, möchten nicht vereinnahmt und in Kategorien zwangsweise eingeschlossen werden, die für uns nicht zutreffen.

Trans*Frauen und Inter*Frauen sind Frauen. Ob mit oder ohne Sternchen. Wir verstehen das Sternchen bei Frauen* eher als Zeichen dafür, dass die Kategorie Frau konstruiert ist. Dann gehört es ebenso zu der Bezeichnung Mann, was bei eurem Aufruf nicht vorkommt (warum eigentlich nicht?).

Wir hoffen ihr könnt unsere Kritik nachvollziehen.

Weiterhin eine erfolgreiche Vorbereitung wünscht

w.i.r. – linksradikale Trans*vernetzung NRW

Oldenburg: Demo gegen Trans*- und Homophobie

Samstag 14.05.2011 – 14 Uhr Bahnhofsvorplatz Oldenburg

Internationaler Tag gegen Trans*- und Homophobie – wir nehmen den Tag zum Anlass für eine offene_aktionsreiche_Demo in Oldenburg. Seit 2005 findet dieser Tag jährlich am 17. Mai statt – das Datum geht auf den 17. Mai 1990 zurück, an dem die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität als Krankheitsbild aus ihrer Liste strich!

Doch was ist eigentlich Trans*- und Homophobie?
Homophobie wird als negative Einstellung und emotionale Haltung gegenüber Homosexualität verstanden, die gesellschaftlich erlernt und weit verbreitet ist. Trans*phobie kann begriffen werden als abwertende Sichtweisen auf Menschen und Lebensentwürfe, die nicht den traditionellen Normen von Geschlecht entsprechen. Diese vourteilshaften Gefühle stärken und produzieren Stereotype, Diskriminierungen und Gewalt gegen Trans*personen und Homosexuelle. Diese „Phobien“,wie der Begriff nahe legen könnte, kommen nicht von irgendwo und sind auch kein individuelles Phänomen. Dahinter steht ein gesellschaftliches Denk- und Ordnungssystem, das durch und durch geprägt ist von dem Mythos der natürlichen und unveränderlichen Zweigeschlechtlichkeit. Also der Vorstellung, mensch sei von Natur aus entweder „Frau“ oder „Mann“ und bleibe dies ein Leben lang. Diesen Mythos gilt es, zu Fall zu bringen! (mehr…)