Beiträge von w.i.r.

Nächste Vortragstermine: 09./10.02. + 11.03.

Den Vortrag von w.i.r. „trans* – transphobie – trans*support für Anfänger*innen und Fortgeschrittene“ gibt es das nächste mal am 09. Fe­bru­ar 20Uhr in Ham­burg (bei der Vokü in der Roten Flora – Fut­ter gibts ab 19Uhr), am 10. Fe­bru­ar in Kiel (Hansa 48) und am 11. März 10Uhr (für die Uhr­zeit kön­nen wir nichts!) – Düs­sel­dorf beim to­ge­ther fes­ti­val.

Oldenburg: Demo gegen Trans*- und Homophobie

Samstag 14.05.2011 – 14 Uhr Bahnhofsvorplatz Oldenburg

Internationaler Tag gegen Trans*- und Homophobie – wir nehmen den Tag zum Anlass für eine offene_aktionsreiche_Demo in Oldenburg. Seit 2005 findet dieser Tag jährlich am 17. Mai statt – das Datum geht auf den 17. Mai 1990 zurück, an dem die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität als Krankheitsbild aus ihrer Liste strich!

Doch was ist eigentlich Trans*- und Homophobie?
Homophobie wird als negative Einstellung und emotionale Haltung gegenüber Homosexualität verstanden, die gesellschaftlich erlernt und weit verbreitet ist. Trans*phobie kann begriffen werden als abwertende Sichtweisen auf Menschen und Lebensentwürfe, die nicht den traditionellen Normen von Geschlecht entsprechen. Diese vourteilshaften Gefühle stärken und produzieren Stereotype, Diskriminierungen und Gewalt gegen Trans*personen und Homosexuelle. Diese „Phobien“,wie der Begriff nahe legen könnte, kommen nicht von irgendwo und sind auch kein individuelles Phänomen. Dahinter steht ein gesellschaftliches Denk- und Ordnungssystem, das durch und durch geprägt ist von dem Mythos der natürlichen und unveränderlichen Zweigeschlechtlichkeit. Also der Vorstellung, mensch sei von Natur aus entweder „Frau“ oder „Mann“ und bleibe dies ein Leben lang. Diesen Mythos gilt es, zu Fall zu bringen! (mehr…)

2 Hot Transsexuals finally give some answers (mit deutschem Untertitel)

Repression aus dem Blickwinkel von Trans*Menschen

Aussageverweigerung
Der folgende Artikel ist in der Roten Hilfe Zeitung Ende 2010 erschienen.

Unsere Gesellschaft besteht aus zwei Geschlechtern. Welches davon für einen selbst gilt, wird bei der Geburt festgelegt. Eine Selbstzuordnung, oder gar eine Weigerung der Zuordnung ist nicht vorgesehen und stößt in der Regel auf Unverständnis oder sogar auf Gewalt. Es gibt jedoch Menschen, die dieser Norm nicht (komplett) entsprechen. Wenn wir im folgenden Text von Trans*Personen1 reden meinen wir damit Menschen, die sich mit dem ihnen bei ihrer Geburt zugewiesenen Geschlecht nicht identifizieren. Dies umfasst viele verschiedene Menschen, sowohl solche die sich weder den binären Geschlechtern „Frau und „Mann“ zuordnen, als auch Menschen, die sich einem Geschlecht zuordnen.
Da eigentlich alles in unserer Gesellschaft anhand von Geschlecht strukturiert ist, gibt es unzählige Situationen mit denen Trans*Menschen einen Umgang finden/entwickeln müssen. Da Geschlecht jedoch über Interaktion funktioniert, reicht ein eigener Umgang leider nicht aus. Das Außen stellt sich einfach zu oft quer. Ein Bereich der alle Menschen betreffen kann, aber bei linksradikalen Aktivist*innen1 besonders deutlich präsent ist, ist die Konfrontation mit der Polizei. Das spezielle daran im Bezug auf Geschlecht ist, dass es hier Bereiche gibt, in denen nicht nur unterschwellig und subtil Menschen in Geschlecht sortiert und danach behandelt werden, sondern dass eine explizite Geschlechterzuweisung stattfindet. Dies betrifft vor allem die Situationen von Kontrollen, wo die kontrollierte Person nur von einer Person „gleichen Geschlechts“ durchsucht werden darf und des Polizeigewahrsams bei dem Personen nach Geschlecht sortiert weggeschlossen (Zellen im Gefangenentransporter und in der GeSa) werden. Hier soll es nur um die für Aktivist*innen weit aus häufigere Situation des Gewahrsams gehen. Das Thema U-Haft und Knast wird erst einmal ausgeklammert. (mehr…)