Beiträge von autotrans*

Redebeitrag zum Transgenialer CSD 2010

(English translation)

Die meisten westlichen Gesellschaften kennen nicht mehr als zwei Geschlechter. Bei Geburt wird Personen entweder das weibliche oder das männliche Geschlecht zugewiesen. Zum Teil werden schon im Säuglingsalter operative Zwangsnormierungen durchgeführt. Wollen Personen in einem anderen, als dem ihnen zugewiesenen Geschlecht leben und dafür medizinische und therapeutische Maßnahmen in Anspruch nehmen, müssen sie angeblichen „Expert_innen“ glaubhaft machen, dass sie unter einer sogenannten Geschlechtsidentitätsstörung leiden. „Geschlechtsidentitätsstörungen“ werden seit den 80iger Jahren im Krankheitskatalog der Weltgesundheitsorganisation als psychische Krankheit aufgeführt. Trans*-Personen werden somit pathologisiert und psychiatrisiert. Für die Personenstandsänderung, das heißt die Anpassung des Geschlechtseintrages im Geburtsregister und der Geburtsurkunde, schreibt das Transsexuellengesetz vor, dass Trans*-Personen sich sterilisieren lassen müssen.
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The Long Way Home – Erlebnisse einer Transfrau im Polizeigewahrsam

(English version)

Anfang 2010 wurde ich festgenommen, als ich nach einer Party mit Freund_innen nach Hause gelaufen bin. Ich werde euch die Einzelheiten der Festnahme sparen, da der Prozess noch läuft. Aber ein paar Infos über mich, um den Text besser positionieren zu können – ich bin eine junge weiße Transfrau mit einem westeuropäischen Pass.

Ich wurde von Polizist_innen angegriffen, die mir Handschellen anlegten und mich hinten in einen Polizeiwagen geworfen haben. Dann wurde ich sofort gefragt, ob ich ein Mann oder eine Frau sei. Ich habe geantwortet, dass ich eine Frau bin. Eine Polizistin hat dann angefangen, mich zu durchsuchen. Meine Hände waren in Handschellen hinter meinem Rücken, also konnte sie nicht mehr als meine Hosentaschen und meine Gürteltasche durchsuchen.
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The Long Way Home – experiences of a transgender woman and arrest

(Deutsche Übersetzung)

I was arrested early 2010 in Berlin, as I was walking home from a party with friends. I‘ll skip the details as the case is still before the court, but some background info might help to position this story a bit better – I am a white young(ish) transgender woman with a west european passport.

I was attacked by several cops and handcuffed, then thrown into the back of a police truck. Immediately I was asked if I was a male or a female. I replied that I was a woman and a female cop proceeded to go through my pockets. I was sitting with my hands handcuffed behind my back, so they really couldn‘t search me beyond my front pockets and my belt-bag.

They removed my passport from my bag and they all were amazed to see the big fat M right next to Sex. Everyone stared at me. I was questioned again by two female cops if I was a woman. Of course, I answered, but what was in my pants? The sex on my passport seemed pretty unimportant to them, everything revolved around whether I had a ‚penis‘ or a ‚vagina‘. It didn‘t matter if I was a woman psychologically, but if I was „reconstructed“ (‚umgebaut‘, like a house or car). I refused to answer their stupid questions and after a short time of arguing, two female cops gave up and searched me. Shortest search ever.
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Trans*respect flyer (English)


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Trans*respect flyer (Deutsch)


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trans* respekt flyer

Der trans* respekt flyer in den Sprachen: deutsch, französisch, dänisch, englisch als PDF

Umgang von und mit Bullen

Die Gruppe trans_it sucht Erfahrungsberichte von trans* zu Gewahrsam und Polizeikontrollen.