Beiträge von autotrans*

Stop Trans*-Pathologisierung Berlin 2012

Stop Trans*-Pathologisierung
Charité (Luisenstr. 57): Kundgebung 20.10.2012 3 uhr
Kundgebung für Trans*-Entpathologisierung. Trans* wird als „psychische Krankheit“ angesehen, die mit „Geschlechtsidentitätsstörung“ betitelt ist. Diese Diagnose des internationalen Krankheitskataloges ICD wird auch in Deutschland angewandt. Das gibt der Medizin und dem Staat die Kontrolle über unsere Geschlechtsidentität und unsere Körper. In der derzeitigen Überarbeitung der Krankheitskataloge beobachten wir eine fortlaufende Pathologisierung nicht hetero-normativer Geschlechtsidentitäten. Diese Stigmatisierung hat u.a. soziale Diskriminierung, auch im Gesundheitswesen zur Folge. „Konversionstherapien“ u.a. Formen von institutionalisierter Gewalt negieren das Menschenrecht auf Selbstbestimmung und freie Entfaltung der Persönlichkeit.
Mit einer internationalen Kampagne mit mehr als 300 Gruppen in einem weltweiten Netzwerk fordern wir an einem Internationaler Aktionstag: Die Streichung der Diagnose „Geschlechtsidentitätsstörungen“ aus den Krankheitskatalogen! Berliner Bündnis „Stop Trans*-Pathologisierung 2012″
Ort: vor Institut f. Sexualwissensch. und Sexualmedizin d. Charité, Luisenstr. 57 (S/U Friedrichstr.)

politicizing trans-conference 24.-27.5.2012 berlin

http://transformingpolitics.blogsport.de/programme/
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Programme | 23.-29.5. | Berlin
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Day I | 23.5. | Wednesday
18:00 | Galerie Funke | Opening of the exhibition:
to dyke trans | dis_visualizing re_locating de_silencing
daily open 16:00 to 20:00 | closing: 29.5.
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argentinien new gender law!

In Argentinien wurde nach jahrelangem Kampf von travestis und trans Personen am 9.5.2012 das „ley de idendidad de genero „verabschiedet, wonach Namen und gender/sex Eintrag in allen Dokumenten selsbtbestimmt durch einen Verwaltungsakt geändert werden kann, ohne Voraussetzung von psychatriasch-pathologische Diagnosen, anderen rechtlichen oder medizinischen Voraussetungen oder medizinischen eingriffen notwenidig sind !
Auch wurde dadurch der öffentliche Zugang zu Hormonbehandlungen und/oder operativen Eingriffen ohne die Voraussetzung von Diagnosen o.Ä. und Übernahme durch Krankenversicherungen abgedeckt-ohne, dass die Betroffenen zusätzliche Kosten übernehmen müssen!
Ein historischer Moment, der die TSG-Änderung in Deutschland 2011 als kosmetischen Reformeingriff erscheinen lässt.
englische Übersetzung des Gesetzes hier
http://www.facebook.com/note.php?note_id=289859481050307

Solidarität mit Alex und ihrer Mutter!

Psychiatrisierung und Geschlechtsnormierung
durch Jugendamt und Charité/Prof. Beier stoppen!
Diagnose „Geschlechtsidentitatsstörung“ streichen!

Die 11 jährige Alex lebt als Mädchen – entgegen ihrem bei der Geburt zugewiesenem Geschlecht. Das wird mitunter vom Jugendamt als so problematisch angesehen, dass es Alex unter Androhung der Zwangseinweisung auffordert, sich in psychiatrische Behandlung der Charité zu begeben. Diese Drohung mit Zwangsmaßnahmen kommt zu Stande durch:

- die Forderung des Vaters, der sich mit der Mutter in einem Sorgerechtsstreit befindet
- den Leiter des Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité, Klaus Beier, der großes wissenschaftliches Interesse an diesem Fall entwickelt hat
- ein Berliner Jugendamt und eine Pflegerin des Familiengerichts in Zusammenarbeit mit Vater und Prof. Beier

Prof. Beier vertritt äußerst kontroverse Ansichten, die wissenschaftlich widerlegt wurden: die erzwungene Anpassung an das Geschlecht des Geburtseintrags funktioniert nicht und quält die Betroffenen! Beier empfiehlt unter anderem, Kinder mittels Konditionierung zu „geschlechtskonformen Verhalten“ (im Bezug auf das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht) zu erziehen.
In seiner Arbeit als Professor ist Klaus Beier auch an der Ausbildung von Mediziner_innen beteiligt, und verbreitet somit falsche wissenschaftliche Theorien, die zweigeschlechtlich/sexistisch pathologisierende Gewalt darstellen. Seit Jahren protestieren Aktivist_innen gegen die objektivierenden Zwangspraktiken von Prof. Beier und seinem Team. (mehr…)

Verbindungen sprechen. Verbindungen schreiben. Verbindungen sprechen und schreiben. Verbindungen von Rassismus und Transphobie in LSBTI- Zusammenhängen. Mehr als nur ein Arbeitstitel. Der Versuch eines Anfang.

Es geht um Gewaltverhältnisse. Das Zusammenspiel von nationalstaatlich-struktureller Gewalt, sozialer und psychischer Gewalt sowie auch physischer Gewalt. Es geht darum, komplexe Gewaltverhältnisse anzusprechen, auszusprechen. Aber in welcher Sprache? Wie sprechen? Menschen werden auch in LGBTI-Kontexten diskriminiert, weil sie kein »gutes Deutsch« sprechen, oder mit »Akzent« sprechen. Was ist »gutes Deutsch«, was ist Akzent?

Weiß-deutsch aussehende Menschen, die bayrischen »Akzent« sprechen, werden nicht aufgrund ihres »Akzents« diskriminiert. Jedoch werden Menschen in staatlichen Behörden, im Supermarkt, auf der Straße, in der Schule, auf dem Arbeitsplatz und in LSBTI-Zusammenhängen diskriminiert, wenn ihr Sprechen mit »Akzent« als Indiz dafür genommen wird, dass eine Person anders ist, »hier nicht hergehört«. »Nicht-Deutsch aussehenden « Personen, Migrant_innen, Schwarzen und People of Color wird im Gegenzug allzu oft ihr »gutes akzentfreies Deutsch« bzw. ihre Zugehörigkeit und ihr Aufenthaltsrecht abgesprochen oder zumindest in Zweifel gezogen. Menschen sind schon immer migriert und für Migration gibt es viele Gründe. Sprachen sind schon immer dynamisch. Genauso wie Geschlechtsidentitäten. Jedoch werden Menschen diskriminiert, wenn ihre Stimme, ihre Stimmlage vermeintlich zu hoch oder zu tief ist für ihr Aussehen, für ihre gelebte und verkörperte Geschlechtsidentität; wenn ihr Sprechen vermeintlich nicht zu ihrem Aussehen, ihrer Hautfarbe, oder ihrem Namen passt.
erschienen auch in der Tapesh-Broschüre von LesMigras: „Verbindungen sprechen“.
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Eilt! Abschiebung in die Türkei von Transfrau in Österreich stoppen!

Yazar Öztürk – Transfrau in Österreich soll am 15. Juni in die Türkei abgeschoben werden, wo ihr Leben akut bedroht ist. Mehr Informationen und Updates.

Schreibt Protestbriefe an die österreichischen Behörden:

DOWNLOAD: Text-Vorschlag für einen Protestbrief

Für alle die in Wien sind, Demo am Montag, 13. Juni 18:30, Treffpunkt bei der Uni-Rampe (Zwischenkundgebung: Büro des Vereins Menschenrechte, Alser
Straße 20 Abschluss: Polizeianhaltezentrum Hernals).

Yazar muss bleiben! Keine Abschiebung von Trans*menschen in die Türkei!

Trans*phobie

(English translation)

Trans*phobie ist ein diskriminierendes und nicht anerkennendes Verhalten gegenüber Trans*personen. Der zentrale Punkt ist die Nicht-Anerkennung der Selbstdefinition / dass jede_r das eigene Geschlecht und alles, was damit zusammenhängt, selbst definieren kann. Selbstdefinition ist – wie der Name schon sagt – keine Verhandlungssache.

Es gibt verschiedene Arten von Trans*phobie, die sich in verschiedenen Lebensbereichen äußern: strukturelle (z.B. Sprache), institutionelle Diskriminierungen (durch Institutionen, wie Ämtern, Gerichten etc.) und personale Trans*phobie, die sich im privaten Umgang mit Menschen zeigt. Mit der wollen wir uns jetzt hier auseinandersetzen.

Eins vorweg: wir alle machen Fehler, und das ist okay. Nicht okay ist, eine Auseinandersetzung mit den eigenen Fehlern zu verweigern.

Trans*phobie äußert sich nicht nur in körperlicher Gewalt oder Beleidigungen, sondern begegnet uns subtil im Alltag:

Trans*phobie äußert sich zum Beispiel im unerlaubten Outen einer Trans*person. Während einige Leute sehr offen mit ihrem Trans*sein umgehen, leben andere lieber ungeoutet oder outen sich je nach Situation. Das wichtigste ist: Nur die Trans*person selbst darf entscheiden, ob sie in einem bestimmten Zusammenhang out sein möchte oder nicht. Das gehört zur informationellen Selbstbestimmung, die für uns alle selbstverständlich ist. Und wenn die Person dir gegenüber / in der WG / in einer Gruppe etc. out ist, muss sie das nicht überall sein (wollen). Daher: Lieber mal unter vier Augen fragen, als einfach outen.
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Trans*phobia

(Deutsche Übersetzung)

The text that was read aloud at the GPP meeting in Bethanien, November 28, 2010

Trans*phobia is a discriminatory and non-acknowledging attitude toward trans*people. The central point is the non-acknowledgment that each person should be free to define their own gender and everything that it involves. Self-definition is – as the term suggests – not up for negotiation.

There are different kinds of trans*phobia that manifest themselves in different areas of life: Structural (e.g. verbal), institutional discrimination by way of institutions), and personal trans*phobia that becomes apparent in personal interactions with other people. It is the latter kind that we wish to address here.

A preliminary remark: We all make mistakes, and that’s okay. What is not okay, however, is the refusal to deal with one’s own mistakes.

Trans*phobia does not only manifest itself through physical assault or scuffle; we encounter it ever so subtly in our everyday lives:

Trans*phobia may for instance surface in the non-consensual outing of a trans*person. While some people are very open about their being trans*, others prefer to live un-outed, or they out themselves depending on the situation. The most important thing is: Only the trans*person themselves can decide whether they wish to be out in a certain context or not. This is a matter of informational autonomy that we should all be able to take for granted. And even if the person sitting next to you / in your communal house / in a group is out, that doesn’t mean they have to be (or want to) in all contexts. Consequently: It’s better to ask when you’re one-on-one than simply out that person.
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100 SECONDS OF TRANSPHOBIA

By Mads Ananda Lodahl

A Danish TV host gave a fine display of all the most common forms of discrimination against transgender people in less than 100 seconds when he compared transsexuality to “a freak show” and “weirdos with perverse desires,” insisted on talking about a transgender woman’s body parts and consistently referred to her as “he” and as a man.

The name of the journalist is Søren Ø Jensen, and he was interviewing a lesbian LGBT magazine editor on the local TV station, TV2 Østjylland, on January 7th 2011, when he felt he needed to ridicule (an article about) the transgender woman, mother of two.

You can see the program here, but it’s in Danish. Coming at some point, probably: Version with English subtitles on YouTube.

What Søren did wrong (mehr…)

Speech at the Transgenialer CSD 2010

(Deutsche Übersetzung)

The majority of western societies recognise no more than two sexes. People are assigned at birth either a male or female sex. Some infants receive operations to order their bodies within the two-sex system. If someone wants to live in a different sex to the one assigned to them and receive medical or psychological support, then they must convince the supposed „experts“ that they suffer from a so-called „Gender Identity Disorder“. „Gender Identity Disorders“ have been listed as psychological illnesses in the World Health Organisation’s catalogue of diseases since the 1980’s. Transgender people have been through this classification pathologised and psychiatrised. In order to change the one’s civil status, that is, to change the sex in the births register and on the birth certificate, the Transsexual Act states that the applicant must be sterilised.
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