english version is coming soon…
gelayoutete pdf-Version
Die Diskussion um die Frage, ob trans*Frauen Zugang zu Frauen(Lesben)räumen haben, ist nicht neu. Es ist schon an vielen Orten immer wieder – auch sehr verletzend – darüber debattiert worden – mit unterschiedlichen Ergebnissen.
An sich reicht eigentlich die Feststellung, dass die wenigsten Frauenräume „CisFrauenraum“ heißen und trans*Frauen ja nunmal Frauen sind und somit selbstverständlich Zugang zu Frauenräumen haben. Doch angesichts der wiederkehrenden Auseinandersetzungen scheint es so einfach nicht zu sein. Die Argumente wurden über die Jahre ausgetauscht, ein für alle vertretbarer Konsens scheint dennoch in weiter Ferne. Wir versuchen mit diesem Text die Diskussion ein wenig aufzudröseln und zu sortieren, denn Frauenraum ist nicht gleich Frauenraum und Gegenargument nicht gleich Gegenargument und unser Wahrnehmung nach geht da häufig viel zu viel durcheinander. Wir, das sind trans*Männer – oder sowas in der Art –, die sich früher teilweise auch in Frauenräumen bewegt und sie mitgestaltet haben. (mehr…)
Den Vortrag von w.i.r. „trans* – transphobie – trans*support für Anfänger*innen und Fortgeschrittene“ gibt es das nächste mal am Dienstag, 17. Januar um 20Uhr in Jena, veranstaltet vom queer paradies und am 18.01. um 19Uhr in Erfurt im veto veranstaltet von wider die natur.
Yazar Öztürk – Transfrau in Österreich soll am 15. Juni in die Türkei abgeschoben werden, wo ihr Leben akut bedroht ist. Mehr Informationen und Updates.
Schreibt Protestbriefe an die österreichischen Behörden:
DOWNLOAD: Text-Vorschlag für einen Protestbrief
Für alle die in Wien sind, Demo am Montag, 13. Juni 18:30, Treffpunkt bei der Uni-Rampe (Zwischenkundgebung: Büro des Vereins Menschenrechte, Alser
Straße 20 Abschluss: Polizeianhaltezentrum Hernals).
Yazar muss bleiben! Keine Abschiebung von Trans*menschen in die Türkei!
Samstag 14.05.2011 – 14 Uhr Bahnhofsvorplatz Oldenburg
Internationaler Tag gegen Trans*- und Homophobie – wir nehmen den Tag zum Anlass für eine offene_aktionsreiche_Demo in Oldenburg. Seit 2005 findet dieser Tag jährlich am 17. Mai statt – das Datum geht auf den 17. Mai 1990 zurück, an dem die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität als Krankheitsbild aus ihrer Liste strich!
Doch was ist eigentlich Trans*- und Homophobie?
Homophobie wird als negative Einstellung und emotionale Haltung gegenüber Homosexualität verstanden, die gesellschaftlich erlernt und weit verbreitet ist. Trans*phobie kann begriffen werden als abwertende Sichtweisen auf Menschen und Lebensentwürfe, die nicht den traditionellen Normen von Geschlecht entsprechen. Diese vourteilshaften Gefühle stärken und produzieren Stereotype, Diskriminierungen und Gewalt gegen Trans*personen und Homosexuelle. Diese „Phobien“,wie der Begriff nahe legen könnte, kommen nicht von irgendwo und sind auch kein individuelles Phänomen. Dahinter steht ein gesellschaftliches Denk- und Ordnungssystem, das durch und durch geprägt ist von dem Mythos der natürlichen und unveränderlichen Zweigeschlechtlichkeit. Also der Vorstellung, mensch sei von Natur aus entweder „Frau“ oder „Mann“ und bleibe dies ein Leben lang. Diesen Mythos gilt es, zu Fall zu bringen! (mehr…)

Der folgende Artikel ist in der Roten Hilfe Zeitung Ende 2010 erschienen.
Unsere Gesellschaft besteht aus zwei Geschlechtern. Welches davon für einen selbst gilt, wird bei der Geburt festgelegt. Eine Selbstzuordnung, oder gar eine Weigerung der Zuordnung ist nicht vorgesehen und stößt in der Regel auf Unverständnis oder sogar auf Gewalt. Es gibt jedoch Menschen, die dieser Norm nicht (komplett) entsprechen. Wenn wir im folgenden Text von Trans*Personen reden meinen wir damit Menschen, die sich mit dem ihnen bei ihrer Geburt zugewiesenen Geschlecht nicht identifizieren. Dies umfasst viele verschiedene Menschen, sowohl solche die sich weder den binären Geschlechtern „Frau und „Mann“ zuordnen, als auch Menschen, die sich einem Geschlecht zuordnen.
Da eigentlich alles in unserer Gesellschaft anhand von Geschlecht strukturiert ist, gibt es unzählige Situationen mit denen Trans*Menschen einen Umgang finden/entwickeln müssen. Da Geschlecht jedoch über Interaktion funktioniert, reicht ein eigener Umgang leider nicht aus. Das Außen stellt sich einfach zu oft quer. Ein Bereich der alle Menschen betreffen kann, aber bei linksradikalen Aktivist*innen1 besonders deutlich präsent ist, ist die Konfrontation mit der Polizei. Das spezielle daran im Bezug auf Geschlecht ist, dass es hier Bereiche gibt, in denen nicht nur unterschwellig und subtil Menschen in Geschlecht sortiert und danach behandelt werden, sondern dass eine explizite Geschlechterzuweisung stattfindet. Dies betrifft vor allem die Situationen von Kontrollen, wo die kontrollierte Person nur von einer Person „gleichen Geschlechts“ durchsucht werden darf und des Polizeigewahrsams bei dem Personen nach Geschlecht sortiert weggeschlossen (Zellen im Gefangenentransporter und in der GeSa) werden. Hier soll es nur um die für Aktivist*innen weit aus häufigere Situation des Gewahrsams gehen. Das Thema U-Haft und Knast wird erst einmal ausgeklammert. (mehr…)
(English translation)
Trans*phobie ist ein diskriminierendes und nicht anerkennendes Verhalten gegenüber Trans*personen. Der zentrale Punkt ist die Nicht-Anerkennung der Selbstdefinition / dass jede_r das eigene Geschlecht und alles, was damit zusammenhängt, selbst definieren kann. Selbstdefinition ist – wie der Name schon sagt – keine Verhandlungssache.
Es gibt verschiedene Arten von Trans*phobie, die sich in verschiedenen Lebensbereichen äußern: strukturelle (z.B. Sprache), institutionelle Diskriminierungen (durch Institutionen, wie Ämtern, Gerichten etc.) und personale Trans*phobie, die sich im privaten Umgang mit Menschen zeigt. Mit der wollen wir uns jetzt hier auseinandersetzen.
Eins vorweg: wir alle machen Fehler, und das ist okay. Nicht okay ist, eine Auseinandersetzung mit den eigenen Fehlern zu verweigern.
Trans*phobie äußert sich nicht nur in körperlicher Gewalt oder Beleidigungen, sondern begegnet uns subtil im Alltag:
Trans*phobie äußert sich zum Beispiel im unerlaubten Outen einer Trans*person. Während einige Leute sehr offen mit ihrem Trans*sein umgehen, leben andere lieber ungeoutet oder outen sich je nach Situation. Das wichtigste ist: Nur die Trans*person selbst darf entscheiden, ob sie in einem bestimmten Zusammenhang out sein möchte oder nicht. Das gehört zur informationellen Selbstbestimmung, die für uns alle selbstverständlich ist. Und wenn die Person dir gegenüber / in der WG / in einer Gruppe etc. out ist, muss sie das nicht überall sein (wollen). Daher: Lieber mal unter vier Augen fragen, als einfach outen.
(mehr…)
(Deutsche Übersetzung)
The text that was read aloud at the GPP meeting in Bethanien, November 28, 2010
Trans*phobia is a discriminatory and non-acknowledging attitude toward trans*people. The central point is the non-acknowledgment that each person should be free to define their own gender and everything that it involves. Self-definition is – as the term suggests – not up for negotiation.
There are different kinds of trans*phobia that manifest themselves in different areas of life: Structural (e.g. verbal), institutional discrimination by way of institutions), and personal trans*phobia that becomes apparent in personal interactions with other people. It is the latter kind that we wish to address here.
A preliminary remark: We all make mistakes, and that’s okay. What is not okay, however, is the refusal to deal with one’s own mistakes.
Trans*phobia does not only manifest itself through physical assault or scuffle; we encounter it ever so subtly in our everyday lives:
Trans*phobia may for instance surface in the non-consensual outing of a trans*person. While some people are very open about their being trans*, others prefer to live un-outed, or they out themselves depending on the situation. The most important thing is: Only the trans*person themselves can decide whether they wish to be out in a certain context or not. This is a matter of informational autonomy that we should all be able to take for granted. And even if the person sitting next to you / in your communal house / in a group is out, that doesn’t mean they have to be (or want to) in all contexts. Consequently: It’s better to ask when you’re one-on-one than simply out that person.
(mehr…)
By Mads Ananda Lodahl
A Danish TV host gave a fine display of all the most common forms of discrimination against transgender people in less than 100 seconds when he compared transsexuality to “a freak show” and “weirdos with perverse desires,” insisted on talking about a transgender woman’s body parts and consistently referred to her as “he” and as a man.
The name of the journalist is Søren Ø Jensen, and he was interviewing a lesbian LGBT magazine editor on the local TV station, TV2 Østjylland, on January 7th 2011, when he felt he needed to ridicule (an article about) the transgender woman, mother of two.
You can see the program here, but it’s in Danish. Coming at some point, probably: Version with English subtitles on YouTube.
What Søren did wrong (mehr…)
(Deutsche Übersetzung)
The majority of western societies recognise no more than two sexes. People are assigned at birth either a male or female sex. Some infants receive operations to order their bodies within the two-sex system. If someone wants to live in a different sex to the one assigned to them and receive medical or psychological support, then they must convince the supposed „experts“ that they suffer from a so-called „Gender Identity Disorder“. „Gender Identity Disorders“ have been listed as psychological illnesses in the World Health Organisation’s catalogue of diseases since the 1980’s. Transgender people have been through this classification pathologised and psychiatrised. In order to change the one’s civil status, that is, to change the sex in the births register and on the birth certificate, the Transsexual Act states that the applicant must be sterilised.
(mehr…)